„Bayerische Prohibition“: Geglückte Premiere

vom 28.04.1998


Strohhamer Sumpfbiber tauchen die Besucher heuer in ein Wechselbad der Gefühle – Drei weitere Vorstellungen Kirchdorf (ib). Preußisches Reglement, vermischt mit bayerischer Mentalität und Lebensfreude: Das servieren die „Strohhamer Sumpfbiber“ heuer ihren Theaterbesuchern. Mit der Komödie „Die bayerische Prohibition“ von Peter Landstorfer stehen die Mimen des Vereins auf der dreiteiligen Bühne im Gasthaus „Lindenhof“. Die Geschichte des Stückes basiert auf einem schlimmen Traum des Brandlwirts (Christoph Strohhammer), der beim Verkosten des selbstgebrannten Schnaps-Nachlaufs glatt einschläft und dabei etwas ganz Fürchterliches erlebt. Ein Gendarm (Konrad Eichinger) ruft ein neues Gesetz aus, das in Bayern die Herstellung, den Vertrieb und den Genuß von Schnaps verbietet. Und ausgerechnet während der Vorbereitungen zum alljährlichen Brandltag erfolgt der Aushang dieser preußischen Verordnung. Doch der Brandlwirt mit seinen Freunden, dem Mesner Girgl (Thomas Inzenhofer), dem Postboten (Thomas Karch), dem schlitzohrigen Bader (Martin Eichinger) und dem Totengräber (Michael Eichinger) beschließt, einfach weiterzubrennen. Mitten im Abfüllen des neuen Schnapses platzt der Kontrolleur (Rainer Laußer), der alles beschlagnahmen will und bei Zuwiderhandlung gegen das Gesetz mit Verhaftung droht. Da verläßt die fünf Mannsbilder der Mut. Wenn nicht die Wirtin (Simone Kreil), die Pfarrersköchin (Gitti Eichinger) und die Totengräberin (Ulrike Kreil) die Sache in die Hand nehmen würden, gäbe es heuer keinen neuen Schnaps und auch keinen Brandltag. Mehr von der Geschichte soll nicht verraten werden, denn: Es gibt noch weitere Vorstellungen – und zwar am Sonntag, 3. Mai, Freitag, 8. Mai, und Samstag, 9. Mai, im „Lindenhof“ in Hitzenau. Kartenvorverkauf bei Christoph Strohhammer täglich von 18 bis 20 Uhr, Tel. 08572/4996, und an der Abendkasse. Daß die „Strohhamer Sumpfbiber“ ihrem guten Ruf wieder alle Ehre gemacht haben, das zeigten die Reaktionen der Premierenbesucher: Es gab viel Szenenapplaus, am Ende sogar stehende Ovationen.

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