Ein Verein im Aufwind

vom 07.12.1998

Der Club aus Strohham feierte heuer sein zehnjähriges Bestehen Kirchdorf (jä). Vor zehn Jahren haben sechs Jugendliche die "Strohhammer Sumpfbiber" gegründet. Heute zählt der Club bereits 101 Mitglieder. Bei der Jahresversammlung zog Vorsitzender Martin Eichinger eine positive Bilanz. Er führte nochmals zurück ins Jahr 1988, als sich sechs Burschen in einem Heizungskeller trafen und beschlossen: "Wir gründen einen eigenen Verein". Einer kam dann auf den Namen "Strohhammer Sumpfbiber" für die damals noch überwiegend Eishockey spielenden Jugendlichen. Inzwischen hat sich der Club weiterentwickelt, setzt aber weiter auf Brauchtumspflege und Kameradschaft. Das Vereinsgeschehen hat eine rasante Entwicklung genommen: Gleich drei große Veranstaltungen wurden heuer organisiert. Begonnen hat das Jubiläumsjahr mit dem Theaterstück "Die Bayerische Prohibition". Es gab sechs Aufführungen vor insgesamt 950 Gästen. Es folgte das zweitägige Gründungsfest, das 850 Leute anlockte. Den Schlußpunkt setzte im Ritzinger Schützenkeller das "Sumpfbiberfest", wo sich über 400 Besucher einfanden. Lob kam vom 2. Bürgermeister Eberhard Langner: "Euer Verein, der taugt was und ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken". Er erinnerte sich gerne an den Vereinsausflug: "Ich war dabei und habe wieder einmal das pulsierende Leben selber mitmachen dürfen". In Anlehnung an eine damalige Kissenschlacht hatte er ein "Wurfkissen" als Geschenk mitgebracht, "weil mich in Kärnten noch so viele verfehlt haben". Schließlich ließ Schriftführer Christoph Strohhamer das Vereinsjahr Revue passieren. Er ging auf die sportlichen Vergleiche ein. Fast diebisch freute er sich über den ersten Sieg im Fußball über den Patenverein – die Berger Sportfreunde. Zur Vereinsstatistik merkte er an, "daß wir leider die Zahl von 100 Mitgliedern nicht geschafft haben". Irrtum: Denn noch am selben Abend traten vier Mitglieder dem Verein bei, so daß es nun 101 Strohhammer Sumpfbiber gibt. Stolz ist der Schriftführer über ein prominentes Mitglied: MdB Konrad Straubinger ist heuer beigetreten. Erfreulich fiel der Bericht von Kassenverwalter Rainer Laußer aus: Er konnte auf den größten Umsatz in der Vereinsgeschichte verweisen. Nachdem das Clubvermögen beträchtlich angewachsen ist, überlegen sich die Verantwortlichen eine größere Spende für einen karitativen Zweck. Natürlich sind auch die Planungen für 1999 schon weit fortgeschritten. Christoph Strohhammer hat bereits mit dem bayerischen Schriftsteller Georg Lohmaier Kontakt aufgenommen. Dieser hat zugesagt, einige seiner Theaterstücke zur Verfügung zu stellen. Zuletzt trat der Vorstand der Sportfreunde Berg, Berti Hauswirth, ans Rednerpult und überreichte als Dank für die gute Zusammenarbeit Geschenke.

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